Fast jeder Bundesbürger hat zumindest einmal im Leben einen Kurs zur Ersten Hilfe ablegt, bei den meisten ist dieser jedoch bereits Jahre oder Jahrzehnte her. In Notsituationen richtig reagieren zu können, sollte dennoch als wichtige Bürgerpflicht verstanden werden, da jederzeit die Möglichkeit besteht, im Alltag eine Ersthilfe leisten zu müssen. In Deutschland und vielen, weiteren Ländern besteht sogar die gesetzliche Verpflichtung, erste Hilfe zu leisten und dazu beizutragen, dass nach Unfällen oder anderen Gefahrensituationen die Gesundheit aller Beteiligten erhalten oder wiederhergestellt wird. Wer sich nicht in der Lage sieht, aktiv Erste Hilfe zu leisten, sollte sich zumindest an einige Grundregeln halten, um in Notfallsituationen nützlich zu sein.
Um unverzüglich eine professionelle Hilfe zu erhalten, sollte bei einem eingetretenen Unfall die Notrufnummer angerufen und in Ruhe die aktuelle Gefahrensituation beschrieben werden. Im Zeitalter des Handys geht dies deutlich schneller als noch vor einigen Jahrzehnten, so dass das zeitnahe Eintreffen eines Notarztes die Überlebenschancen nach schweren Unfällen erheblich steigert. Ist der Notruf getätigt, sollte ein Überblick über die Gefahrensituation gewonnen werden, wobei meist die Rettung von gesunden und unverletzten Menschen am Unfallort im Vordergrund steht. Hiernach sollte sich um die Verletzen gekümmert werden, bei denen die Atmung- sowie die Ansprechbarkeit unmittelbar zu überprüfen ist.
Sollten Personen nach einem Unfall regungs- und bewusstlos daliegen, ist das Einleiten von Wiederbelebungsmaßnahmen unerlässlich. Zu diesen zählt die Mund-zu-Mund- bzw. die Mund-zu-Nase-Beatmung, die in Kombination mit der Herzdruckmassage durchgeführt werden sollte. Derartige Maßnahmen sollen den Blutkreislauf weiterhin vorantreiben und das Herz dazu animieren, selbsttätig weiter zu schlagen und den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Wichtig ist hierbei, die entsprechenden Schritt wir in einem Erste-Hilfe-Kurs gelernt durchzuführen. Sollten keine genauen Kenntnisse mehr vorliegen, empfiehlt sich eine regelmäßige Auffrischung, um so diese lebenswichtige Hilfe leisten zu können.
Bei einem Herzinfarkt sowie einem Schlaganfall sind die meisten Betroffenen noch ansprechbar, stehen jedoch nach dem Erlebten unter Schock und leiden an starken Schmerzen. Hier ist es wichtig, die Ansprechbarkeit zu überprüfen und einen stetigen Kontakt mit den Personen aufzunehmen, was zu einer raschen Beruhigung führen dürfte. Sind alle grundlegenden Lebensfunktionen gegeben, ist eine weiche und stabile Positionierung wichtig, was nach einem Schlaganfall vor allem für die betroffenen Körperteile gilt, die der Betroffene nicht mehr oder nur unter großen Schmerzen bewegen kann.
Die gesundheitlichen Beschwerden, die nach einem Unfall auftreten, sind vielfältig und können von den oben genannten Beispielen bis hin zum Verlust von Gliedmaßen oder großen Mengen von Blut bis zu Brüchen und Verstauchungen reichen. Für all diese Situationen gibt es klare Verhaltensregeln, die man als einfacher Bürger kaum mehr wiederholen kann, wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs bereits Jahrzehnte zurückliegt. Sich als hilfreich in allen Gefahrensituationen zu erweisen, sollte als grundlegende Bürgerpflicht verstanden werden, weshalb es niemals schadet, nach einigen Jahren den letzten Erste-Hilfe-Kurs wieder aufzufrischen. Garantiert lernt man so in wenigen Stunden vieles noch einmal kennen, was sich tief einprägt und so in einer Gefahrensituation direkt zur Verfügung steht.
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